Anwendungstechnik
Statik - Beratung

+49 (0) 60 31-
166 01-0

KATALOGSEITEN

Das passt
zusammen...

Folgende Produkte passen zu unseren einseitig verschieblichen Tellerankersystemen:

schrägzugtaugliche, einseitig verschiebliche Telleranker analog RIZ Kap14 (Q-Ve-Reihe)

Telleranker zur Aufnahme von Zug- und Querkräften

Übersicht | Produktbeschreibung | Technische Daten | Interaktionsdiagramme


Übersicht

 
einseitig verschieblicher Telleranker nach RIZ Kap14
  • Ankersystem zur Aufnahme von zwischen zwei Betonbauteilen wirkenden Zugkräften bei gleichzeitig abdichtender Funktion
  • Aufnahme der Querkräfte durch lagesichere Querkraftscheibe
  • entkoppelter Zug-/Querkraftmechanismus zur Sicherstellung sämtlicher Funktionalitäten der Verankerung
  • steife Konstruktion durch Bügel
  • hoher Korrosionsschutz durch Edelstahl
  • auch für Leichtbeton (außer Unterteil TB und TBZ)
  • vormontiertes Oberteil führt zu schneller und kostengünstiger Montage auf der Baustelle
  • Unterteiltypen T2E, TD und TDK reibgeschweißt
  • innen liegender Verschiebungsraum sichert Verschiebungsmechanismus gegen drückendes Betongewicht beim Betonieren
  • zwei Gleitebenen, die für eine einachsige Verschiebung sorgen (keine Vorspannverluste durch Verformung)
  • Verschiebung erfolgt nicht auf der Abdichtung
  • Elastomergleitscheibe als zusätzlich dichtendes und Unebenheiten ausgleichendes Element

nach oben

Produktbeschreibung

SCHNABEL schrägzugtaugliche, einseitig verschiebliche Telleranker dienen der funktionalen und sicheren Verankerung von Brückenkappen. Aufgabe des Tellerankers ist dabei die Übertragung von Zugkräften sowie Querkräften in eine Achse, welche zwischen zwei durch eine Abdichtung voneinander getrennten Betonbauteilen wirken. Durch das einseitig verschieblich angeordnete Oberteil werden Zwängungen auf die Verankerung vermieden, welche aus unterschiedlichem Schwind- oder zeitlich versetztem Temperaturverhalten von Kappe und Bauwerk resultieren. Gemäß Richtzeichnung Kap14 dürfen aufgrund der Verschieblichkeit 100% der Ankerkräfte angesetzt werden.

Die sichere Aufnahme der Querkraft in eine Achsrichtung erfolgt über eine lagesichere Querkraftscheibe, die ein Biegemoment auf die Ankerschraube im Bereich der Abdichtung verhindert. Die wirkende Querkraft wird somit über die Querkraftscheibe auf die Ankerstange als Abscherkraft weitergeleitet. Zug- und Querkraftmechanismus der Verankerung sind konstruktiv voneinander entkoppelt, so dass die volle Funktionalität der Verankerung hinsichtlich Kraftaufnahme und abdichtender Funktion gewährleistet ist (siehe auch Informationsblatt „Trennung von Zug- und Querkraftmechanismus“).

Schrägzugtaugliche, einseitig verschiebliche Telleranker bestehen aus einem Oberteil, das für die Rückverankerung in der Kappe verantwortlich ist und aus einem Unterteil, welches die Kräfte in den Überbau einleitet. Das Oberteil besteht aus einem Losflansch aus Edelstahl A4 mit einem Durchmesser von 200 mm mit einem Langloch für die einseitige Bewegungsmöglichkeit. Unter dem Losflansch ist eine Elastomergleitscheibe mit PTFE angebracht, die eine reibungsarme Verschieblichkeit des Oberteils gewährleistet. Die Verschieblichkeit erfolgt somit nicht auf der Abdichtung, eine Kernforderung der Richtzeichnung Kap14. Im Bereich der Durchdringstelle wird die Abdichtung um die Ankerstange auf die Größe der Querkraftscheibe entfernt und diese auf die Ankerstange aufgeschraubt, bis sie auf dem Festflansch bzw. Überbau aufliegt. Der Losflansch, welcher als vormontierte Einheit angeliefert wird, wird anschließend über die Querkraftscheibe gesetzt, so dass er die Querkraftscheibe mit dem passgenauen Langloch umschließt. Somit können zwischen den beiden Bauteilen in eine Richtung Kräfte übertragen werden, in der anderen Richtung sind die beiden Bauteile zueinander verschieblich. Durch eine Gleitscheibe und eine Mutter werden die Zugkräfte wieder auf den Losflansch geleitet und somit die Konstruktion gegen die Abdichtung gepresst. Die im Anker integrierte Elastomergleitscheibe führt neben der zusätzlich abdichtenden Funktion noch zu dem Vorteil, dass Unebenheiten im Bereich der Pressflächen ausgeglichen werden, um die Durchdringstelle sicher gegen eindringendes Wasser zu schützen. Der auf den Teller angeschweißte Bügel leitet die Kräfte in die Kappe. Durch das steife Bügelsystem ist eine Verformung des Losflansches ausgeschlossen.

Gleitscheibe und Mutter der Verankerungsstange sind durch einen innen liegenden Verschiebungsraum geschützt, so dass nach dem Betonieren die Verschieblichkeit der Verankerung gewährleistet ist. Der Verschiebungsweg der Verankerung beträgt +/-10mm.

Das Unterteil der schrägzugtauglichen, einseitig verschieblichen Telleranker variiert je nach Anwendungsfall. Bei Brückenneubauten findet das Unterteil T2E Anwendung, welches in den Überbau einbetoniert wird. Bei Brückensanierungen werden je nach Gegebenheiten Unterteile für die Bohrlochmontage bzw. die Durchsteckmontage verwendet. Bei der Bohrlochmontage werden die Unterteile TB bzw. TBZ eingesetzt, bei denen ein bauaufsichtlich zugelassener Verbundanker in den Überbau gesetzt wird. Bei der Durchsteckmontage finden die Unterteile TD bzw. TDK Anwendung. Diese werden vor allem eingesetzt, wenn die baulichen Gegebenheiten eine Anwendung der anderen Unterteile nicht zulassen.

Im Brückenbau werden die Verankerungen so angeordnet, dass die Querkraftaufnahme in Brückenquerrichtung erfolgt. Die Verschieblichkeit wird in Brückenlängsrichtung angeordnet, da hier Bewegungen der Kappe zu erwarten sind.

nach oben


Technische Daten


Ankerbezeichnung1)
T2E 16 Kap14 Q-Ve / 80
T2E 20 Kap14 Q-Ve / 80
T2E 20 Kap14 Q-Ve / 110
T2E 24 Kap14 Q-Ve / 110
TB 16 Kap14 Q-Ve / 80
TB 20 Kap14 Q-Ve / 80
TB 20 Kap14 Q-Ve / 110
TB 24 Kap14 Q-Ve / 110
TBZ 16 Kap14 Q-Ve / 80
TBZ 20 Kap14 Q-Ve / 80 - Eco7)
TBZ 20 Kap14 Q-Ve / 80
TBZ 20 Kap14 Q-Ve / 110
TBZ 24 Kap14 Q-Ve / 110
TD 16 Kap14 Q-Ve / 80
TD 20 Kap14 Q-Ve / 80
TD 20 Kap14 Q-Ve / 110
TD 24 Kap14 Q-Ve / 110
TDK 16 Kap14 Q-Ve / 80
TDK 20 Kap14 Q-Ve / 80
TDK 20 Kap14 Q-Ve / 110
TDK 24 Kap14 Q-Ve / 110
Druckzone Druckzone Druckzone Druckzone Gewinde-
größe
Bemessungswert
bei reiner Zugkraft / reiner Querkraft 2)


Betongüte der Kappe
Mindest-
bauteildicke
Kappe /
Kragarm
C 25/30 C 30/37
NRd
[kN]
VRd
[kN]
NRd
[kN]
VRd
[kN]
  M16 27,2 44,5 3) 27,2 44,5 3) 140 / 225
  M20 36,3 54,9 3) 37,9 62,0 3) 140 / 225
  M20 42,5 62,8 3) 42,5 70,9 3) 160 / 225
  M24 49,7 62,8 3) 49,7 70,9 3) 160 / 225
    M16 27,7 35,2 3) 27,7 35,2 3) 140 / 160
    M20 36,3 57,9 3) 40,9 55,1 3) 140 / 220
    M20 41,6 55,1 3) 41,6 55,1 3) 160 / 220
    M24 50,0 62,8 3) 50,0 70,9 3) 160 / 260
  M16 36,3 50,4 3) 40,8 50,4 3) 140 / 170 4)
  M20 36,0 54,9 3) 36,0 61,4 3) 140 / 170   
  M20 36,3 54,9 3) 40,9 62,0 3) 140 / 230 4)
  M20 64,7 62,8 3) 64,7 68,8 3) 160 / 230 4)
  M24 77,5 62,8 3) 82,5 70,9 3) 160 / 270 4)
  M16 max.27,2 5) max.53,5 3) 5) max.27,2 5) max.53,5 3) 5) 140 / 100 6)
  M20 max.36,3 5) max.54,9 3) 5) max.40,9 5) max.62,0 3) 5) 140 / 100 6)
  M20 max.42,5 5) max.62,8 3) 5) max.42,5 5) max.70,0 3) 5) 160 / 100 6)
  M24 max.61,2 5) max.62,8 3) 5) max.61,2 5) max.70,9 3) 5) 160 / 100 6)
  M16 max.27,2 5) max.53,5 3) 5) max.27,2 5) max.53,5 3) 5) 140 / 100 6)
  M20 max.36,3 5) max.54,9 3) 5) max.40,9 5) max.62,0 3) 5) 140 / 100 6)
  M20 max.42,5 5) max.62,8 3) 5) max.42,5 5) max.70,0 3) 5) 160 / 100 6)
  M24 max.61,2 5) max.62,8 3) 5) max.61,2 5) max.70,9 3) 5) 160 / 100 6)

1) Beschreibung zu den Telleranker-Unterteilen T2E, TB, TBZ, TD und TDK siehe Informationsblatt zu unseren Telleranker-Unterteilen. Unterstrichene Größe: Bauhöhe und Schraubendurchmesser gemäß RIZ Kap14.
2) Bemessungswert der Ankerkraft unter folgenden Voraussetzungen: Betongüte des Konstruktionsbetons C 30/37, bei ausreichenden Rand- und Achsabständen. Bewehrungsgrad gemäß RIZ Kap1 mit 1,3 % (C 25/30) bzw. 1,56 % (C 30/37). Höhe der Kappe: Bauhöhe 80 = 140 mm bzw. Bauhöhe 110 = 160 mm. Angegebene Kräfte dürfen gemäß RIZ Kap14 bei verschieblichen Tellerankern zu 100% ausgenutzt werden. Für andere Randbedingungen erstellen wir Ihnen gerne eine statische Berechnung.
3) Bemessungswert in Abhängigkeit vom gewählten Randabstand zum Schrammbord (Betonausbruch). Bei größeren Randabständen sind bei einzelnen Verankerungstypen höhere Lasten möglich.
4) Bauteildicke kann gemäß Zulassung bei Durchführung bestimmter Maßnahmen um 10 mm verringert werden . Für den Brückenbau jedoch raten wir von dieser Möglichkeit ab.
5) Bemessungswert bezieht sich auf Stahlversagen der Verankerung und Betonversagen in der Kappe. Die Betonversagen für den Kragarm sind bauwerksbezogen vom Tragwerksplaner nachzuweisen.
6) Aufnehmbare Kräfte können bei Mindestbauteildicke des Kragarmes geringer werden als der angegebene Maximalwert.
7) Der Anker TBZ 20 Kap14 Q-Ve / 80 - Eco ist bei reiner Zugkraft bzw. reiner Querkraft eine preiswerte Alternative gegenüber dem Anker TBZ 20 Kap14 Q-Ve / 80. Hingegen bei Interaktion stellt sich der Eco-Anker deutlich schwächer dar.

nach oben


Interaktionsdiagramme


Bemessungsgrundlagen Interaktionsdiagramme
Den unten aufgeführten Interaktionsdiagrammen liegen die folgenden Bemessungsgrundlagen zugrunde:

Seite Losflansch
Betongüte C 25/30, Abstand Ankerachse zu Schrammbord: 400mm,
Höhe Betonbauteil: 140mm (Bauhöhe 80) / 160mm (Bauhöhe 110)

Seite Festflansch
Betongüte C 30/37, Abstand Ankerachse zu Kragarmaußenkante: 500mm,
Höhe Betonbauteil: siehe Mindestbauteildicke nach Tabelle "Technische Daten"

Achsabstand zwischen zwei Tellerankern:
M16: 525mm, M20: 525mm, M24: 630mm


ACHTUNG !

Sowohl Interaktionsdiagramme als auch Katalogwerte ersetzen nie einen statischen Nachweis! Sprechen Sie uns für Ihren speziellen Fall an!





Q-Ve-Reihe - Unterteil T2E, Einbetonieranker


Q-Ve-Reihe - Unterteil TB, Sanierungsanker für ungerissenen Beton


Q-Ve-Reihe - Unterteil TBZ, Sanierungsanker für gerissenen Beton

nach oben

 
Impressum Datenschutz Druckversion dieser Seite anzeigenDruckversion Adresse dieser Seite versendenLink versenden Sitemap Allgemeine Geschäftsbedingungen